Es gibt Momente im Leben, die alles innerhalb eines Augenblicks verändern. Für mich war dieser Moment der Tod meiner Mutter. Ein Verlust, der sich an Orten festsetzt, von denen ich vorher nicht wusste, dass sie existieren. Natürlich in meinem Herzen, aber auch in den kleinen Dingen des Alltags. Die kleinen Zettel, die sie hinterließ, wenn sie aus dem Haus ging, ihre immer perfekt rot geschminkten Lippen und ihre Stimme, die sagte: „Liebling, sei immer du selbst, denn du bist wunderschön.“

Manchmal entsteht etwas Schönes in einem Moment, der sich überhaupt nicht schön anfühlt.

Nach dem Tod meiner Mutter suchte ich Trost in etwas Weichem. In etwas, das Frauen wirklich hilft. Denn wenn man selbst mit Beschwerden lebt, wie viele Frauen mit vulvären Hauterkrankungen, möchte man keine Unterwäsche, die nur schön aussieht. Man möchte Unterwäsche, die nicht einschneidet, nicht scheuert, nicht reizt und nicht ausläuft. Man möchte Ruhe, Vertrauen und ein bisschen Geborgenheit. Am liebsten verpackt in etwas, das sich auch noch schön anfühlt.

Ich habe Pavone nicht aus Ehrgeiz gegründet. Ich habe Pavone aus einem tiefen Wunsch heraus erschaffen. Aus dem Wunsch nach etwas Sanftem in einer Zeit, die sich rau und schwer angefühlt hat. Etwas Schönes. Etwas, das Frauen ein gutes Gefühl gibt, selbst an den Tagen, an denen alles zu viel ist.

Der Name Pavone bedeutet Pfau; ein Tier, das seine Federn voller Stolz trägt. Meine Mutter hatte genau diese Eigenschaft. Egal, ob sie eine Jeans oder ihr schönes Sonntagskleid trug, sie strahlte diese besondere Ausstrahlung aus. Eine natürliche Eleganz und eine weibliche Stärke, die mich immer inspiriert haben. Genau dieser Frau wollte ich ein Denkmal setzen.

Pavone ist meine Hommage an sie und an alle Frauen mit empfindlicher Haut oder intimen Beschwerden, über die man oft nicht einmal bei einem Geburtstag spricht. (Außer man hat, wie ich, daraus eine Mission gemacht. Dann spricht man plötzlich während der Bitterballen-Runde über Vulven.)

Warum Bambus? Weil es atmungsaktiv, von Natur aus antibakteriell und unglaublich weich ist. Und weil ich ganz sicher bin, dass meine Mutter es geliebt hätte. Sie hätte wahrscheinlich gesagt: „Es fühlt sich an, als würde man nichts tragen, aber mit genau der richtigen Sanftheit.“ Und genau das wünsche ich jeder Frau.

Kein Kompromiss zwischen Komfort und Weiblichkeit. Einfach Unterwäsche, die man mit Liebe anzieht. Auch an den schwierigsten Tagen.

Mit dem bevorstehenden Muttertag möchte ich meine Mutter ehren. Aber nicht nur sie. Ich möchte alle Frauen feiern, die Mütter sind oder eine mütterliche Liebe in sich tragen. Frauen, die sich kümmern, beschützen und anderen Halt geben, auch wenn sie diesen Titel nie offiziell getragen haben.

Ich denke an Stiefmütter, Adoptivmütter und an all die Frauen, die Liebe, ein Zuhause, Unterstützung und Geborgenheit geschenkt haben, genau dann, wenn es am meisten gebraucht wurde. Ich denke an Tanten, die dir heimlich etwas Taschengeld zugesteckt haben. An Nachbarinnen, die das beste Essen kochen. An Großmütter mit endloser Geduld (und natürlich immer mit Keksen). An Freundinnen, die dich auffangen, wenn deine eigene Mutter nicht mehr da ist. An meine Schwester, die meine Hand gehalten hat, wenn ich Angst hatte. Und an meine Tochter, deren Passwörter „mamaistdiebeste“ enthalten.

Ich denke auch an meine Schwiegermutter, die ich leider nur kurze Zeit kennenlernen durfte. Vom ersten Moment an nahm sie meine Kinder an, als wären sie ihre eigenen Enkelkinder. Sie ist nicht mehr hier, nachdem sie auf tragische Weise bei einem Autounfall ums Leben kam. Aber die Liebe, die sie uns in dieser kurzen Zeit geschenkt hat, trage ich jeden einzelnen Tag in mir.

Der Muttertag kann ein Tag voller Blumen sein. Aber er kann auch ein stiller Tag sein, voller Erinnerungen, die gleichzeitig weh tun und heilen. Was auch immer du an diesem Tag fühlst: Du bist nicht allein.

Dein Körper, mit allem, was er trägt, erlebt und durchsteht, verdient Sanftheit.

Zieh an diesem Muttertag ein Pavone-Set an, in dem du dich wunderschön fühlst. Egal, ob du mit deiner Familie brunchen gehst, bei einem besonderen Foto Tränen in den Augen hast oder einfach still mit einer Tasse Tee dasitzt.

Denn Frau zu sein ist schon kompliziert genug.

Für alle, die jemanden vermissen. Für alle, die sich nicht als Mutter fühlen. Für alle, die sich sehnlichst wünschen, eine zu werden.

Ich sehe dich. Pavone ist für dich. Nicht perfekt, aber echt. Genau wie meine Mama Petra, die ich mehr vermisse, als Worte ausdrücken können.

Janneke Schellekens